Presse

NunnaUuni erzielt Durchbruch bei der Entwicklung von Specksteinspeicheröfen

Nunnanlahden Uuni Oy hat als Vorreiter in der Entwicklung von Speicheröfen eine neue, revolutionäre Verbrennungstechnik entwickelt, die nicht nur die Wärmespeicherung deutlich verbessert, sondern auch die Emissionen beim Abbrand drastisch verringert. Durch die neu entwickelte Verbrennungstechnik kann die Abbrandtemperatur während des gesamten Brandes dauerhaft zwischen 800°C und 1200°C gehalten werden. Dies führt zu einem erheblichen Rückgang der Kohlenoxid- und Kohlenwasserstoffemissionen und einer fast vollständigen Minimierung der im Rauchgas enthaltenen Partikel. Die hohe Verbrennungstemperatur beschleunigt die Wärmespeicherung im Specksteinofen. Durch die vollständige, saubere Verbrennung bleiben die Rauchkanäle im Ofen sauber und die Wärme kann ungehindert vom Stein aufgenommen werden. Die reine Brandzeit kann verkürzt und der Brennstoffbedarf verringert werden.

Das Modell Marianna im Bild ist eines der Produkte, die schon mit neuer Verbrennungstech­nik erhältlich sind.

Die erste Modellreihe von Specksteinspeicheröfen mit neuer Verbrennungstechnik ist fertig. In eleganter, zeitlos-schlichter Fassade steckt die derzeit innovativste Technik bei Speicheröfen.

Elf verschiedene Specksteinöfen sind bereits mit der neuen Technik lieferbar (Miranda, Marianna, Victoria, Maria, Gina, Charlotta, Fantasia, Sonja, Sofia, Katri und Andrea). Bis zum Jahr 2002 wurden alle Specksteinöfen von NunnaUuni auf die neue Technik umgerüstet.

Die vorzügliche, jetzt erstmals auch wissenschaftlich untersuchte Hitzebeständigkeit des in NunnaUuni-Speicheröfen verwendeten Specksteins hält den hohen Brennraum temperaturen über Jahrzehnte problemlos stand und speichert die Wärme jetzt doppelt so schnell im Ofen als bisher. Durch die Rauchkanalflächen wird die Wärme der Rauchgase rasch im Speckstein gespeichert, zunächst gleichmäßig im gesamten Specksteinofen verteilt und anschließend kontinuierlich über die Außenflächen an den Raum abgegeben.Herkömmliche Kamine oder Kaminöfen mit Feuerräumen aus Metall erzeugen Wärme nur so lange, wie das Feuer brennt. Dabei wird Luft erhitzt und transportiert die Wärme des Feuers in den Raum. Erlischt das Feuer, wird auch keine Wärme mehr transportiert und der Ofen kühlt rasch ab. Ein Specksteinspeicherofen erzeugt keinerlei Luftbewegung, sondern sendet bis zu 24 Stunden nach Brandende der Strahlungswärme der Sonne vergleichbare Wärmestrahlen aus. Diese Strahlungswärme eines Specksteinofens wirkt damit direkt auf unseren Körper und bewirkt unter anderem, dass unser Körper Vitamin D und verschiedene Hormone produziert. Vielfältige medizinische Untersuchungen belegen die positive Wirkung von Strahlungswärme auf unseren Körper und unser Wohlbefinden.

Der Ofen Kaisa im Bild gehört zu der NunnaUuni-Modellpalette 2002, die technisch vollständig erneuert worden ist.

Die neue Verbrennungstechnik

Durch eine vollkommen neue Luftführung und -regulierung in den Specksteinspeicheröfen bleibt die Zuführung der Verbrennungsluft konstant und ermöglicht einen Abbrand mit einer dauerhaften Temperatur zwischen 800°C und 1200°C. Durch die Erhitzung der Sekundärluft wird eine fast vollständige Verbrennungsreaktion und eine Minimierung der Emissionen erreicht.

Der erste europäische Speicherofentest SAA 142/222 liefert hervorragende Testergebnisse

Bisher wurden Specksteinspeicheröfen in Deutschland nach einem Test für Kaminöfen (DIN 18891) getestet, da es kein allgemein anerkanntes Testverfahren für Speicheröfen gab.

Dies ändert sich mit der Entwicklung des ersten europäischen Speicherofentests SAA 142/222, der vom Fraunhofer-lnstitut für Bauphysik entwickelt und vom Deutschen Institut für Bautechnik als allgemeines bauaufsichtlichtes Zulassungskriterium genehmigt wurde.
Dieser Test, mit dem in Zukunft die Specksteinöfen aller Hersteller getestet werden müssen, misst erstmals nicht nur die Wärmeabgabe eines Ofens während des Brandes (ein für Warmluftöfen wie z.B. Kamine oder Kaminöfen durchaus sinnvolles Verfahren), sondern insbesondere die während der Speicherphase eines Speicherofens abgegebene Wärme. Auch legt er an die Emissionen eines Speicherofens deutlich strengere Maßstäbe an als bisherige Testverfahren.
Beim Speicherofentest SAA 142/222 werden die Rauchgasemissionen (Kohlenoxide, Kohlenwasserstoffe, Partikel), die in dem Speicherofen gespeicherte Gesamtenergiemenge (kWh) und die Wärmeabgabeleistung und -zeit unter wissenschaftlich standardisierten Bedingungen gemessen.

Diese bisher noch niemals exakt ermittelten Daten können jetzt zur Grundlage für die Wahl und Dimensionierung eines Specksteinspeicherofens gemacht werden.

Die Specksteinspeicheröfen von Nunna-Uuni sind bisher die einzigen Specksteinöfen, die nach diesem neuen Verfahren getestet wurden und die darüber hinaus hervorragende Messergebnisse erzielten.

Insbesondere in Deutschland werden heute Häuser und Wohnungen bis hin zum Niedrigenergiehaus immer besser isoliert und gedämmt. Dies führt zu einem immer niedrigeren Wärmebedarf, der oftmals mit herkömmlichen Warmluftöfen mit bis zu 10 kW Wärmeleistung um ein Vielfaches überschritten wird. Die Folge ist ein steter Teillastbetrieb von Warmluftöfen, der zu unverantwortlich hohen Emissionen beim Abbrand führt. Der Geschäftsführer der Nunnanlah-den (Uuni Oy, Juhani Lehikoinen, beschreibt,warum NunnaUuni Speckstein-
speicheröfen für diese baulichen Verhältnisse optimal konstruiert sind: Durch den schnellen, heißen Abbrand und die rasche Wärmespeicherung werden die Emissionen beim Brand minimiert und die Wärme über einen Zeitraum von bis zu 24 Stunden dauerhaft und angenehm dosiert abgegeben. Der Raum wird nicht überhitzt, die Wärmeabgabe des Ofens entspricht dem Wärmebedarf des Hauses und die Umwelt wird geschont.

Die Test- und Messungsmethode in Kürze

Bei dem neuen Speicherofentest SAA 142/222 wird der Specksteinofen in einem kalorimetrischen Prüfraum installiert, in dem über verschiedene Sensoren Wärmeabgabe und Temperaturen genau gemessen werden können und entsprechend der Bedienungsanleitung aufgeheizt. Das Gewicht und der Restfeuchtigkeitsgehalt des Brennholzes wird gemessen. Schon ab Beginn des Abbrandes wird Luft während der gesamten Messperiode durch den Prüfraum geleitet. Durch Messungen der Temperatur der Zu- und Abluft und der Luftmenge kann die abgegebene Wärmemenge (kWh) und die Wärmeabgabeleistung (kW) der Feuerstelle ermittelt werden.
Während des gesamten Abbrandes wird die Temperatur und der Emissionsgehalt [Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffe (CxHy), Kohlendioxid (CO2) und unverbrannter Sauerstoff (O2)] der Rauchgase gemessen.
Nach dem Heizvorgang werden die Verbrennungsluftöffnungen geschlossen und die Lufttemperatur der Zu- und Abluft des Prüfraumes weitere 24 Stunden gemessen. So kann die Wärmeleistung und Wärmeenergie auch während der Speicherphase gemessen und bestimmt werden.

Die außergewöhnlichen Eigenschaften des Specksteins

Als Material für den Bau von Speicheröfen wird Speckstein bereits seit Mitte des 18. Jahrhunderts in Finnland verwendet. Die Kunst des Ofenbaus aus Speckstein wurde früher von Generation zu Generation weitergegeben und war insbesondere in der rauhen Region Kareliens lebensnotwendig, um die langen, kalten Winter zu überstehen. Da ein Specksteinofen früher die einzige Wärmequelle eines Hauses war, kam der Wärmespeicherung von jeher die größte Bedeutung zu.
Das bekannteste und größte Specksteinvorkommen Finnlands ist das Nunna-Vorkommen in Nunnanlahti in Nord-Karelien.
Nunnanlahden Uuni Oy hat als erster Hersteller von Specksteinspeicheröfen in Europa eine neutrale wissenschaftliche Untersuchung des verwendeten Specksteins vom Institut Kivitieto Oy, einer anerkannten Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Geologie und Mineralogie, durchführen lassen.

Der für NunnaUuni-
Specksteinspei-cheröfen verwendete Speckstein besteht nur aus Talk und Magnesit als Hauptmineralien und weist eine starke Texturierung auf. Unter Texturierung versteht man eine mit bloßem Auge nicht sichtbare, innere Struktur des Steins. Diese Reinheit des Specksteins und die gleichmäßige Ausrichtung der inneren Struktur sind die Basis für die hohe thermische Belastungsfähigkeit und die schnelle und langanhaltende Wärmespeicherung des Steins.

Diese Erkenntnisse machen es möglich, den Speckstein optimal für die Konstruktion des Ofens zu verwenden. So werden z.B. für die Innensteine Specksteine mit anderer Strukturrichtung als für den Außenmantel verwendet.

Der in NunnaUuni-
Specksteinöfen verwendete Speckstein hat eine Wärme-
leitfähigkeit von 5,4 Wm/K entlang der Strukturrichtung des Steins und von 3,2 Wm/K entgegen der Strukturrichtung des Steins. So werden die Innensteine eines Specksteinofens mit horizontaler Strukturrichtung eingebaut, um die Wärme rasch aus dem Feuerraum zum Außenmantel zu transportieren. Die Struktur der Außen-
steine verläuft in vertikaler Richtung, um die Wärme aus dem Innenraum rasch auf der gesamten Ofenoberfläche zu verteilen und über lange Zeit an den Raum abzugeben.